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Bundeslager "Jurtown" 2002

Unser diesjähriges Sommerlager sollte etwas besonderes werden - und gleich vorneweg: Es wurde es auch!

Zusammen mit über 4.100 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus über 26 Nationen verbrachten wir 10 riesige Tage auf dem Bundeslager 2002 des VCP - "Jurtown" - in der unmittelbaren Nähe der Stadt Rehau!

Ortseingang Jurtown "Jurtown" - ein Wortspiel mit Jurte und Town (engl. Stadt) - stand für eine große Zeltstadt mit 9 Stadtteilen, eigenem Stadtrat, Bürgermeister, Stadtteilparlamenten, eigenem Lagersupermarkt, Lagerradio, Kirche, Oasen, Hospital, Besucherzentrum, u.s.w.

Als wir am 26.07. um 23:00 Uhr in Frankenthal abfuhren, waren wir alle sehr gespannt auf den Lagerplatz und die anderen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die ersten Kontakte wurden schon im Bus geknüpft, den wir gemeinsam mit einer Gruppe aus Bockenheim (Siedlung Dietrich Bonhöfer) gebucht hatten. So war im Bus für noch mehr als den üblichen Gesprächsstoff gesorgt und erst nach der Rast um zwei Uhr versuchten die meisten zu schlafen, so dass es angenehm ruhig im Bus wurde.
Um fünf Uhr morgens kamen wir auf dem Lagerplatz mit als erstes an. Noch etwas verschlafen brachten wir unser Gepäck vorrübergehend in das Zelt, in dem während des Bundeslagers die Mitarbeiterverpflegung stattfand, um noch zwei Stunden Schlaf zu bekommen. Um halb sieben kamen schon die ersten Mitarbeiter, um ein kleines Frühstück zu sich zu nehmen und dann mit der Arbeit zu beginnen.

Ca. 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren schon eine Woche vor uns angereist, um die Infrastruktur der Stadt Jurtown aufzubauen. Dazu gehörten insbesondere die Wasserversorgung, "Dixi-Land", Oasen, der Lagersupermarkt, das Lagerhospital, Besucherzentrum, "Culture-Club" (das internationale Zentrum), ...

Aufbau unserer Zelte So gegen sieben Uhr brachten wir unser ganzes Gepäck, teils mit, teils ohne Stammesbus, zu dem uns zugeteilten Platz in unserem Wahl-Teillager "Rodebrook" (Hamburg), wo wir dann den ganzen Vormittag Koten und Jurten aufbauten. Ein paar von uns bauten dann noch einen Sitzring und eine super Dusche (zentrale Duschen gab es nicht), die während des Lagers allerdings nicht von allen unseren Teilnehmern benutzt wurde...
Danach schlenderten wir über den riesigen Lagerplatz, schauten uns ganz Jurtown an und guckten zu, wie die vielen anderen Pfadfinderinnen und Pfadfinder nach und nach eintrafen und ihre Zelte hochzogen.
Um 18 Uhr war dann die Teillagereröffnung von Rodebrook:
Das Teillagerlied wurde geübt; jeder Stamm wurde aufgerufen und schickte zwei Mitglieder, die den Stamm vorstellten; die Teillager-Oase, Grünspan stellte sich vor; das Programm wurde mitgeteilt und es wurde ein bisschen gefeiert.
Das Lager ist eröffnet Um 21 Uhr fand dann die zentrale Eröffnungsfeier des Bundeslagers auf der Hauptbühne statt.
Hans-Jürgen Poppek, der VCP Bundesvorsitzende eröffnete das Lager und es sprachen viele wichtige Leute wie etwa der Bürgermeister von Rehau. Während der Eröffnungsfeier wurde uns auch der Wettbewerb zur "Hauptstadt Europas" vorgestellt, bei dem sich Jurtown zusammen mit weiteren vier deutschen und vier ausländischen Städten beworben hat. Verschiedene Kriterien wie "Beteiligung", "Toleranz", "Weltoffenheit", ... galt es möglichst gut zu erfüllen, um den Titel zu erringen. (Ob wir's geschafft haben lest Ihr weiter unten.) Uns allen hat am meisten das gemeinsame Singen des Lagerliedes gefallen. Es ist ein Super-Feeling, zusammen mit 4.100 Menschen zu singen!
Abends gingen viele früh ins Bett, weil sie vom Aufbau ganz kaputt waren. (Manche haben im Bus auch nicht wirklich viel geschlafen!)
Am nächsten Tag (Sonntag) fand morgens um zehn ein Teillagergottesdienst mit dem Thema "Kennenlernen" statt.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen konnte man das erste Mal von der Möglichkeit Gebrauch machen, einen der 26 angebotenen Workshops des Teillagers zu besuchen.
Da gab es Chinesisch, Hamburger Platt und Spanisch zu lernen; eine Zirkusschule; Papier schöpfen; Jonglierbälle basteln; Klemmbretter bauen; ein Bottle Ship oder Besteck selber herstellen; "Geld" fälschen; einen Tanzkurs belegen; Schattenspiele; einen Flirtkurs und vieles, vieles mehr. Unser Stamm bot die beiden Workshops Drachen bauen und Gebärdensprachkurs an.
Abends luden dann die (auch tagsüber) geöffneten Oasen zu einem gemütlichem Beisammensein in uriger Atmosphäre ein.

Schlössla - Die bayrische Oase Die Oasen (9 an der Zahl) sind große Zeltburgen, in denen man den ganzen Tag über, aber eben auch insbesondere abends, Essen und Getränke praktisch zum Selbstkostenpreis erwerben konnte. Im Angebot waren da neben klassischen Getränken verschiedene Milchshakes, (alkoholfreie) Cocktails, usw. Zu essen gab's Chili con Carne, belegte Baquettes, panierte Käsebällchen, ...
Die meisten Oasen boten auch ein Programm: Da war die tägliche Lager-Soap, "Pfadtal", Singabende, und viel anderes.

Montag morgens um halb 9 gab es ein gutes Frühstück, bei dem jeder gut zulangte, um für die Workshops gestärkt zu sein. An diesem Tag war es so heiß, dass wir beschlossen, nach dem Mittagessen zum ersten Mal in das nahe gelegene Freibad zu gehen. Also:

Pack die Badehose ein....

Nimm das Duschgel und das Shampoo mit hinein...
Am Montag, den 29.Juli machten wir uns nach dem Mittagessen auf den Weg, das kühle Nass in Rehau zu erobern. Badesachen, Duschgel, Shampoo, Handtücher und die Erwartung, in Ruhe duschen zu können (mit warmem Wasser!) brachte uns dazu, in Rekordzeit nach Rehau zu laufen. Der Bademeister war die Horden von Menschen in Kluft schon gewöhnt. Er zählte durch, schrieb die Quittung und auf die Frage, ob sich das Super-Schwimmbad durch die vielen Pfadis schon refinanziert hat, antwortete er breit grinsend: "Noch nicht ganz!".
Das Schwimmbad von Rehau Mit dem Gewissen, etwas Gutes getan zu haben, suchten wir uns einen Platz etwas abseits vom Trubel. Die Kleinen waren kaum zu halten. Kleider aus, ein kurzes "Ich geh schwimmen" und weg waren sie. Schließlich gab es viel zu entdecken: Sprungturm mit Ein-, Drei- und Fünf-Meter-Brett, ein eiskaltes Schwimmerbecken mit 50 Meter-Bahnen und ein Nichtschwimmerbecken mit Wasserfall und Rutsche. Die Jaguare zog es, gemeinsam mit den schwarzen Panthern, direkt in luftige Höhen. Vom Einer, vom Dreier, - die Fantasie kannte keine Grenzen! Kopfsprung, Bombe, Salto rückwärts! Unsere Jungs waren echt gut! Die Mäuschen huschten lieber durchs Nichtschwimmerbecken auf der Suche nach Haien, die sie ärgern und "tunken" konnten. Die Eichhörnchen pendelten zwischen Liegewiese und Becken, während die Wiesel im Becken planschten.
Bei strahlendem Sonnenschein waren wir fast fünf Stunden im Schwimmbad. Hunger wurde mit Eis gestillt und der krönende Abschluss war, vor allem für die Großen, die warme Dusche. Den Heimweg traten alle mehr oder minder erschöpft an, jedoch lag ein Supermarkt auf dem Weg zum Lager. Dieser wurde natürlich noch besichtigt. Kekse , Chips, Cola und vieles mehr wurde da in die Rucksäcke gesteckt. Der Heimweg dauerte zwar etwas länger, aber nicht ewig.
Als wir schließlich zurückkamen, wollten alle nur noch essen und ins Bett. Die Kinder waren total geschafft von dem vielen Toben im Wasser.
Am Dienstag machten sich die ersten Sippen auf, zu einer bei "JurTours" (Jurtowns Reisebüro) gebuchten Tagesreise (doch hierzu später). Der Rest nahm wieder an den halbtäglichen Workshops teil und ging - wetterbedingt - am Nachmittag wieder ins Freibad.
und so sieht's von oben aus Am Mittwoch fand das große Stadtfest von Jurtown statt. Jurtown lud hierzu nicht nur die eigenen Bürgerinnen und Bürger ein (die aktiv das Programm gestalteten), sondern auch die Rehauer und alle Interessierten (auch der Fernsehsender Bayern3 tauchte wieder einmal auf). Jeder Stadtteil hatte an diesem Tag einen Buchstaben aus dem Wort Jurtown und eine entsprechende Farbe im Vorfeld zugewiesen bekommen (Rodebrook das "J" und Pink). Entsprechend des Buchstabens und der Farbe gestaltete jedes Teillager diesen Tag. Zur Eröffnung des Stadtfestes formierten sich die 4.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem Schriftzug "Jurtwon". Jeder Buchstabe mit einer anderen (Kopftuch-) Farbe - Von der Feuerwehrleiter aus betrachtet ein wirklich grandioses Bild!!! Im Laufe des Tages gab es in den einzelnen Stadtteilen eine Menge Aktionen - unser Stamm bot z.B. Body-Painting in Pink an. Bei Anderen gab es z.B. grüne Pfannkuchen. Es fand auch ein Marathon der besonderen Art auf der Semkovicz-Allee statt (Die Semkovicz-Allee ist eine Straße/Rundkurs die durch sämtliche Stadtteile Jurtowns führte). Alle paar Meter wechselte man das Fortbewegungsmittel: Sackhüpfen, Pedalo, 3-Bein-Lauf, ... Auch während des Stadtfestes fand der "Tag der offenen Töpfe" statt. D.h. Jeder Stamm kochte etwas und aß selbst irgendwo anders. So zogen wir mit Kochgeschirr bewaffnet quer über den Lagerplatz, um möglichst viel Köstlichkeiten zu probieren. Besonders kartoffellastig dürften hierbei die Spezialitäten rund ums "Schlössla" ausgefallen sein. In dessen Nähe fand nämlich der Weltrekordversuch im "Dauer-Kartoffelschälen" statt.

Während des gesamten Bundeslagers wurden rund um die Uhr Kartoffeln geschält. Jeder der Lust hatte, konnte zu jeder Uhrzeit mitmachen. Der Versuch glückte und nach über 200 Std. und ca. 1,5 Tonnen geschälter Kartoffeln hoffen wir nun auf die Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde!

Die weiteren Tage des Bundeslagers waren ebenso programmreich. Neben den täglich angebotenen Workshops (einmal vor- und einmal nachmittags) unternahmen die einzelnen Sippe verschiedene (Tages-)Aktionen. So fuhren die Eichhörnchen einen Tag nach Nürnberg, die Mäuschen und Löwen nach Prag und die Haie, Jaguare und schwarzen Panther ins Silberbergwerk und zur Sommerrodelbahn:

Tagesausflug der Haie und Wiesel

Haie und Wiesel im Silberbergwerk Am Freitag, den 2.August war es so weit: Nach einem gemütlichen Frühstück packten die Wiesel und die Haie ihre Sachen, um gemeinsam das Bergwerk und die Sommerrodelbahn zu besuchen.
Erster Ziel war das Silberbergwerk "Gleißinger Fels" am Fichtelberg. Direkt nach dem Einlass wurden Kittel und Helme verteilt und nach einer abwechslungsreichen Diashow, begann die Führung untertage. Die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, wurde mit einem lauten und fröhlichen "Glück auf" um Schutz für die einstündige Führung gebeten. Kaum waren wir die Treppen hinab gestiegen, wartete die nächste Überraschung auf uns. Da die Stollen nicht durchgehend beleuchtet waren, bekamen ein großer und ein kleiner Pfadi je eine Bergwerksleuchte. Während die Kleinen eifrig mit den Lampen umherleuchteten, waren die Großen überwiegend damit beschäftigt, den Trafo nachzutragen und mit dem Tempo Schritt zu halten. Schier endlos erschienen die Stollen, die immer wieder nach links und rechts abzweigten. Hinter jeder Ecke gab es Neues zu entdecken. Zwischendurch wurden die Wiesel mit Glück und langem Leben "bemalt", das heißt, die Bergführerin rieb ihre Nasen und Wangen mit Silberstaub ein.
Haie und Wiesel auf der Sommerrodelbahn Durch die Ausführungen unserer Begleitung über taubes Gestein und Silberadern, die auf- oder absteigen, verflog die Zeit wie im Flug. Schnell waren die Kittel und Helme abgelegt und das nächste Ziel ins Auge gefasst: Die Sommerrodelbahn. Nach einer kurzen Stärkung ging es zum Ochsenkopf. Dort befindet sich die Sommerrodelbahn. Wer glaubt in Wachenheim wäre die schönste Rodelstrecke hat sich sehr getäuscht, denn hier ging es mit dem Sessellift zur Abfahrtsstelle.
Zwei und zwei stellten entschwebten wir in roten Kabinen zum Beginn der Rodelbahn. Unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen - immer 25 Meter Abstand halten, nur alleine und im Sitzen rodeln - sausten wir den Berg hinab. Die einen schneller die anderen langsamer... Die flinken Wiesel und die coolen Haie hatten keine Probleme, die Strecke hinabzudüsen, nur bei den Großen fehlte ab und zu der Schwung auf der Strecke. Nun, nach dem zweiten Mal hatte auch ich kapiert, dass der Hebel ganz nach unten gedrückt werden muss, um schnell zu sein. ;-)
Die Haie und die Großen hatten es sich bereits auf einer Bank bequem gemacht, als die Wiesel immer noch in den Himmel entschwebten um kurze Zeit später den Berg hinunterzusausen.
Erschöpft aber überglücklich kehrten alle zum Lagerplatz zurück.
Welch ein Tag!

Auch im unserem Teillager war immer was los. Hier die Highlights aus Rodebrook in Kürze:

  • Hamburger Fischmarkt
    Es gab ein großes, gemeinsames Teillagerfrühstück mit Hamburger Spezialitäten (z.B. Fischbrötchen), die einem in guter hamburger Marktschreiermanier schmackhaft gemacht wurden.
  • Beim Hamburger Dom (Jahrmarkt) Hamburger Dom - Jahrmarkt (Donnnerstag)
    Einen Nachmittag lang Jahrmarkt! An den verschiedenen Buden konnte man z.B. Dosenwerfen, einen Nagel mit möglichst wenig Schlägen ins Holz klopfen, Mohrenkopfschleuder, usw. Weiter gab es Jongleure, Feuerschlucker, Clowns, ...
  • Lagerdisco
    Einen Abend lang ließ es Rodebrook richtig rocken und auf dem Kiez war Partystimmung angesagt!
  • Miss und Mister Rodebrook Wahl
    In verschiedenen Disziplinen (Tanzen, Hämmern, Baby-Wickeln, ...) mussten sich die Kandidaten vor der Jury beweisen, die schließlich unsere Pila zur Miss Rodebrook wählte! Fabian errang bei den Herren einen erfolgreichen zweiten Platz!
  • Musical "Leni - Freiheit, Liebe, Leben"
    In diesem Musical ging es um Leni, die den Alltag zu Hause nicht mehr wollte. Sie ging zu den Wandervögeln und lernte dort ihren Vetter besser kennen. Sie verliebten sich. Aber ihr Vetter Ernst wurde im Krieg erschossen. Leider kam das "Musical" nicht ganz so gut rüber.

Daneben gab es auch andere erwähnenswerte Dinge: z.B. ein Zwergenfriedhof in Zipfelmützenhausen, der Modellnachbau der Neckarschleife, der "Walk-of-Fame", die Frauenbewertungsbank (Jungs mit Schildern von -4 bis 10 bewerten vorbeilaufende Mädels - Top-Ranking aus unserem Stamm: Kathrin mit 8 Pkt.) eine Hollywood-Schaukel, div. Duschkonstruktionen und Lagertore, eine Flirtpinnwand, und und und

Alles jugendfrei auf dem Kiez A propos flirten: Unvergessen der Eros-Center ("Lof + Secks"). Wer wollte, konnte sich eine Wäscheklammer mit Nummer geben lassen und diese wann immer er wollte tragen. Interessierte gaben dann einen Zettel mit der entsprechenden Nummer beim Eros-Center ab. Dort konnte man auch gleich schauen, ob für einen selbst Zettel hinterlegt wurden - die Kontaktbörse. Die Frage ist nur, was macht man mit Briefchen auf spanisch, wenn man gar kein spanisch kann...

Wo wir grad bei Unvergessen sind: Die Daily-Soap um 21 Uhr. Von wahrhaftigen Laiendarstellern präsentiertes Theater, dessen Drehbuch auf einem Groschenroman beruht - aber gerade das und die witzige Umsetzung machten diese Soap so liebenswert und zum festen Bestandteil unseres Abendprogramms. Interessierte Sipplinge konnten natürlich mit, da alles kindgerecht präsentiert wurde. Genauso wie auch "Pfadtal". Um 21:30 Uhr in der Heimatoase "Grünspan" ebenfalls kindgerechter, fester Bestandteil des Abendprogrammes. Zwei absolut "glore Kerls" liefen tagsüber mit Digicam und Mikro bewaffnet über den Lagerplatz und schnappten Kurioses auf. Schön aufbereitet und absolut genial moderiert. Unvergessen dabei "Skandal"-Photos aus unserem Stamm, die "Patienten"-Dixis, ... Im Anschluss an Pfadtal gab's übrigens immer die Abendandacht für unseren Stamm.

Am lezten Sonntag des Lagers fand morgens ein großer Lagergottesdienst mit allen Einwohnern Jurtowns statt. Die Generalsekretärin des deutschen evangelischen Kirchentages, Fr. Friederike Woldt, predigte. Schade war, das es während des Gottesdienstes anfing zu regnen. Schön, dass der Gottesdienst zweisprachig (deutsch und englisch) gehalten wurde und der Segen in über 10 verschiedenen Sprachen gesprochen wurde (fast wie beim Papst).
Lagerabschluss Rodebrook Am Nachmittag fand dann der Teillagerabschluss von Rodebrook statt. Gedankt wurde den vielen Helferinnen und Helfern, den Betreibern der Teillager-Oase "Grünspan", den Organisatoren des Teillagers und vielen anderen, die zum Gelingen des Teillagers beigetragen hatten. Zum Abschluss sangen wir ein letztes Mal gemeinsam unser Teillagerlied.
Im Anschluss an den Teillagerabschluss zogen wir zum großen Versammlungsplatz, um bei dem großen Jurtown-Fußball-Liga Endspiel (Rodebrook vs. Sächsy-Baderly-Hills) dabei zu sein.

Während des Bundeslagers stellte jedes Teillager eine Mannschaft, die nach und nach gegen die anderen Teillagermannschaften antreten musste. Die beiden Besten trafen sich im großen Finale.

Vor tobender Kulisse bot sich ein gutes Fußballspiel, das nach Verlängerung und Elfmeterschießen Rodebrook für sich entscheiden konnte - Unser Lagerteil wurde somit Jurtown-Meister!
Bei der Jurtown-Hymme singen alle mit - mit sichtlich Spaß! Etwas später fand schließlich der offizielle Lagerabschluss mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bundeslagers vor der großen Hauptbühne statt. Auch hier wurden viele Dankesworte gesprochen, die Jury des "Hauptstadt von Europa"-Wettbewerbs teilte das Ergebnis mit - 23 Punkte und damit ging der erste Platz an Jurtown! - Wir hatten's also geschafft! Es gab noch diverse kleinere Auftritte und schließlich wurde nach dem gemeinsamen Singen des Bundeslagerliedes das Bundeslager Jurtown feierlich für beendet erklärt. Es wurde noch viel gefeiert und der letzte Abend genossen.
Am nächsten Morgen ging's früh (um 6 Uhr!) raus, um unsere Zelte abzubauen und unseren Platz wieder in Ordnung zu bringen. Bis der Bus um 12 Uhr eintraf, war alles erledigt, so dass wir uns auf die Heimfahrt machen konnten. Ein letzter gemeinsamer Stopp mit unseren Mitreisenden aus Bockenheim, dann waren wir wieder in Frankenthal.

Wie du sicher schon gemerkt hast, kann man hier nur schwer zusammenfassen und niederschreiben, was 4.100 Leute an kreativen Ideen und Aktionen in 10 Tagen eingebracht haben - es war einfach nur Wahnsinn!!!
Abschließend kann man getrost sagen: Das Bundeslager hat gehalten was es versprochen hat und noch einiges mehr!
Ich freue mich auf das nächste Bula in 4 Jahren und weiß mit Sicherheit: Damit steh ich nicht allein!

In Kooperation: Steffie, Jonas & Schuffi