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Stammesfahrt nach Pforzheim 2001 (Burg Rabeneck)

Der lange Weg zum Hexenmeister...

52 Pfadis unseres Stammes machten sich am 30.11. auf zur Burg Rabeneck (Nähe Pforzheim) um sich der harten Ausbildung zur Hexenmeisterin / zum Hexenmeister zu unterziehen.

Kaum waren wir in unserer Schule Hexfort angekommen, wurden wir auch schon von den Hexenschülern des Vorgängerjahrgangs mit den wichtigsten Ritualen und Sitten sowie einigen uns bevorstehenden Aufgaben bekannt gemacht. Nach der multimedialen Einführung und dem Essen ging es direkt los: Wir machten uns hexenzirkelweise auf, um Zutaten für einen Zaubertrank zu suchen. Versteckt in einer nahen Wohngegend, warteten verschiedene Hexen auf uns, die uns erst nach dem Lösen schwieriger Aufgaben einzelne Zutaten überließen. Die Zutaten wurden, nach Rückkehr in unserer Burg noch kräftig getauscht, so dass jeder gut gewappnet in den nächsten Tag ziehen konnte.

Am nächsten Morgen - Glockenschlag acht - hieß es antreten zur Stärkung im Speisesaal. Am reichhaltigen Frühstücksbuffet labten wir uns, um den bevorstehenden Strapazen trotzen zu können. In kleinen Grüppchen ging es los auf den langen Weg zur/m Hexenmeister/in. Zunächst mussten auf einer Nachbarburg ein Hexenbesen, sowie das passende Hexenfeuer gebaut werden. Einen Hexentanz durften wir uns auch gleich noch überlegen. (Der Showauftritt fand aber erst am Sonntag statt). Meine Gruppe - die Hobbits - waren mit Leib und Seele dabei und suchten nach Holz (für Besen und Feuer) und Steinen (für die Feuerstelle) den kompletten umliegenden Wald ab. Eine Idee für einen Tanz hatte Marvin. Wir probten gleich ein bisschen an der Station, später auch noch mal in Hexfort. Nun stand ein steiler Anstieg auf das oberste Plateu des Hexenlandes bevor. Oben angekommen wartete die nächste Prüfung: Besenreiten. Grade eben noch einen Besen selbst gebaut (Familienausführung mit Haltegriff und mindestens 120 BS (Besen-Stärken)), sollten wir jetzt einen reiten. Ein kniffliger Parcour quer durch den Wald war abgesteckt, und genau den mussten wir jetzt so schnell wie möglich "durchfliegen". Mit ca. 35 Sek. schnitt meine Gruppe gar nicht so übel ab. An dieser Station "lynchten" wir auch erst mal zusammen mit Anne-Marie (der Hexenmeisterin an der Station) die mitgebrachten Lunchpakete - Mittagspause! Gestärkt und erholt von den Anstrengungen des Vormittags ging es weiter zur nächsten Aufgabe. Wir sollten ein Fabelwesen zeichnen. Jede Hexe hat ein Fabelwesen. Fabelwesen mit blauen Augen sind "Gute", mit roten "Böse". Da alle anderen Gruppen "Gute" Fabelwesen gemalt hatten, entschieden sich meine "Leute" für die böse Variante. Sie sah letztendlich so aus: eine Giraffe mit Elefantenfüßen und Schmetterlingsflügeln bluttriefend mit scharfen Schneidezähnen, Stachelhalsband und Ninja-Kopftuch - ein "Elgirschmett". Der Weg zu Janine, der nächsten Hexenmeisterin, führte uns vom Hochplateau zurück in die Tiefebene des Hexenlandes um Hexfort. Einmal kurz verlaufen, fanden wir Janine wartend vor. Hier mussten wir uns einen Zauberspruch ausdenken. Leider fällt mir unser Spruch nicht mehr ein. An letzter Stelle kam Hexenmeisterin Nicole. Sie verlangte uns einiges ab, denn an Ihrer Station hieß es: Zaubertrank brauen! Was passiert wenn man acht Kindern einen Cocktailmixer gefüllt mit Wasser und unzählige Brause-, Eistee- und Sonstige Pülverchen hinstellt? Richtig: Vom Wasser ist am Ende nicht mehr viel zu sehen, unten im Glas setzt sich eine gut ein Zentimeter dicke Zuckerschicht ab und irgendwie hat sich das Wasser eklig braun verfärbt. Getrunken hat's aber trotzdem jeder... Nach diesem "stärkenden" Zaubertrank schlenderten wir gemeinsam zurück zur Schule Hexfort. Dort hatten wir noch Zeit, unseren Tanz einzustudieren. Vor dem Abendessen erwartete uns jedoch noch eine Prüfung: Tagsüber hatten wir an jeder Station einen Zettel zu lesen bekommen auf dem wichtige Ausbildungsinhalte vermerkt waren. Mit Hilfe dieses angelesenen Wissens mussten wir nun einen Prüfungsbogen ausfüllen. Zaubersprüche, Angaben zu Besen und (Hexen-)Allgemeinwissen wurden abgefragt. Nach verstreichen der Prüfungszeit gab's dann Essen: Fleischspieße mit Reis und leckerer Paprikasoße - ein echtes Festmahl!

Was bislang keiner der Schüler gemerkt hatte: In den tiefen Gewölben von Hexfort waren den ganzen Tag lang eifrig Kobolde dabei ein prächtiges Fest vorzubereiten. Nun versammelten sich alle Hexenschüler gespannt vor der schweren Holztür. Als Sie aufging, bot sich Ihnen der Anblick eines Raumes mit in schwarzes Licht getauchten Spinnweben. Hexen saßen auf dem Boden und beschworen einen Zaubertrank, der groß in der Mitte stand. Nebelschwaden zogen vorüber und gruselige Musik erklang. Und dann: PARTY! Die Überraschungsparty für alle Prüflinge Hexforts! Man konnte vom leckeren Zaubertrank probieren und ausgelassen tanzen (Die vorbereiteten "Party-Spiele" waren überhaupt nicht notwendig, da auch so die Stimmung kochte!). Bunte Lampen, Schwarzlicht, Spiegelkugel, Nebel, Stroboskop und natürlich richtig gute Musik! Es wurde für alle eine lange, unvergessliche Nacht...

Am nächsten Morgen wurden dann die Zimmer für die neuen Schulanfänger geräumt. Den Vormittag verbrachten die Absolventen zum Großteil auf dem angrenzenden Spielplatz. Zum krönenden Abschluss wurden noch die Gruppen des vorherigen Tages (je nach Leistung) ausgezeichnet. Meine Gruppe errang den erfolgreichen zweiten Platz; Kathrin wurde mit Ihren Schülerinnen und Schülern Erste. In Kathrins Gruppe erhielt sogar jeder ein (essbares!) Hexendiplom!

Nach dem Mittagessen hieß es dann endgültig: Runter vom Hexenbesen und rein in den Reisebus zurück nach FT!

Ein wahrlich rundum gelungenes und bis ins Detail perfekt von den Eichhörnchen organisiertes Wochenende lag hinter uns - in einer wunderschönen Jugendherberge! Supergute Zimmer (Alle renoviert mit Dusche & WC), geniales Essen (immer auch mit frischen Obst und Gemüse, KEIN Fertigessen!), und die nettesten Herbergseltern die man sich nur vorstellen kann!

Gut Pfad,

        Schuffi