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Pfad Nr. 76, Winter 2006/2007:
Bula 2006
Großzerlang
100 Pro Bundeslager 2006
22 Uhr, Mannheim, das Halstuch sitzt.
8 Uhr Fürstenberg(Havel) an der Mecklenburgischen Seenplatte, müde, kaputt aber das Halstuch sitzt immer noch. Dazwischen lagen 9 Std.
Zugfahrt, zwar alles andere als bequem, aber ein tolles Erlebnis mit 1500 andere Pfadfinder zusammen in einem Zug die Reise zu unserem
Bundeslager anzutreten. In Großzerlang (da war das Bundeslager) angekommen wurden wir gleich mit dem Motto
"100 Pro die Welt gestalten" konfrontiert, ein Motto dass genau so viel aussagt wie es motiviert und Spaß versprüht.
Zufällig wurden wir von unserer Bezirksführerin Lena begrüßt, die uns mit den wichtigsten Informationen versorgte. Nach dem Zeltaufbau
fanden wir uns alle bei der Teillager- und anschließend auf der Lagereröffnung ein.
De-Kiekschapp, das wohl beste Teillager und das einzige mit einem eigenen Maskottchen, Heini der Krabbe,war natürlich unseres. Das gesamte
Lager war als Kongress aufgezogen in dem es darum geht wie man die Welt gestalten kann, sodass sie besser wird. Unser Teillager wollte das
Fernsehen, stellvertretend für alle Medien und die damit verbundene Problematik ansprechen und exemplarisch vorbildliche Unterhaltung
bieten. Jeden Mittag gab es dann die so genannten PROshops, Workshops in denen alle Teilnehmer etwas basteln oder lernen konnten, wie zum
Beispiel Gebärdensprache, Erste Hilfe, Boomerang- oder Regiestühlebau. Für die erfolgreiche Teilnahme an einem PROshop bekam man eine bunte
Holzkugel aus denen man sich Hals- oder Armketten basteln konnte. In der gleichen Anzahl wie die Kugeln wurden Holzstäbchen gesammelt und
am Lagerende zu einem rund 6 Meter hohem Holzkreuz zusammengeleimt. Das Holzkreuz soll den Bundeszeltplatz später zieren. Nachdem an den
ersten PROshops noch alle teilgenommen hatten nahm die Beteiligung jedoch nach 2 Tagen immer mehr ab. So das zuletzt meist nur noch die
kleinen Sipplinge teilnahmen. Für diese waren die PROshops eine gute Beschäftigung, sodass sie den Großen nicht auf die Nerven gingen.
Besonders hervorzuheben ist der Gewinn des Goldenen Heinis durch Rainer und Timo mit tatkräftiger Unterstützung durch Kathrin. Für alle
Outsider: Den Goldenen Heini gab es für besondere Leistungen; in diesem Fall für das beste Essen beim Tag der Offenen Töpfe in unserem
Teillager. Für alle die noch nie auf einem Bundeslager waren: Beim Tag der Offenen Töpfe kocht jeder Stamm für alle, so dass sich ein
lustiges Pilgern von Kochtopf zu Kochtopf entwickelte.
Wir nutzten die Nähe zu Berlin um unserer Bundeshauptstadt einen Besuch abzustatten. Um nicht zu sagen, dass wir keinen Plan hatten,
behaupten wir, dass auf unserem Plan standen neben dem Neuen Hauptbahnhof auch der Bundestag. Leider konnten wir diesen nicht von Innen
besichtigen da auf Grund des großen Besucherandrangs und unserem kleinen Zeitfenster sich ein Anstellen nicht gelohnt hätte.
Anschließend liefen wir auf kürzestem weg zum Brandenburger Tor was wir als Hintergrund für ein Gruppenfoto wählten. Danach ging es zum
Fernsehturm und im Anschluss mit der U-Bahn zum Potsdamer Platz wo wir das Sony-Center besichtigten und durch den Zoologischen Garten zur
Siegessäule von der wir den Ausblick über ganz Berlin hatten.
Unser letztes Ziel war der Kurfürsten Damm und der Bahnhof Zoo wo wir unser Mittagessen einnahmen und die Heimreise angetreten.
Ein weiteres Highlight war der Kanutrip. Einige Kilometer von unserem Lagerplatz entfernt war die Anlegestelle von der aus wir zu unserer
Tour aufgebrochen sind. Man glaubt gar nicht was man außer dem klassischen Fahren und Wettrennen mit Kanus machen kann: Fangen oder
verstecken im Schilf. Abends ging es dann nach einem Eis zurück zum Lager.
Es gab natürlich noch tolle Aktionen auf dem Lagerplatz wie ein Rockkonzert oder dem Lagergottesdienst, an dessen Teilnahme wir uns als
heidnischer Stamm zum Großteil entzogen und die dadurch freigewordene Zeit zur Regeneration genutzt haben.
Den letzten Höhepunkt bildete noch mal eine weitere Großveranstaltung, der Lagerabschluss auf Teillager- und Gesamtlagerebene an dem wir uns
schworen beim nächsten Mal vielleicht auch mit eigener Sippe dabei zu sein.
Bundeslagerfakts
- 3. - 12. August 2006
- Großzerlang/Rheinsberg
- über 4000 Pfadfinder
- 600 Schwarzzelte
- 2.200 m Trinkwasserleitung
- aber nur 32 Duschen
- 80.000 Brötchen
- 10.00 Liter Milch

Prominenz durfte natürlich bei der Eröffnung nicht fehlen!

Lena wird interviewed

Unser Teillager Kiekschapp Hamburg

Anne tanz vor dem Schloss Bellevue ...

... Stefanie, Miriam und Jonas im Denkmal der ermordeten Juden europas ...

... unsere Schlausten vor dem alten Museum in Berlin
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