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Pfad Nr. 74, Sommer 2005:
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Pfingstlager Brexbachtal vom 13. - 16.05.2005
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Schnell von der Schule nach Hause, noch was essen, packen und ab ans Dathenushaus, wo dann meistens alle
anderen schon warten. Wer kennt das nicht?!? An diesem Freitag, den 13. war es wieder so weit. Unser Stamm
fuhr aufs alljährliche Pfingstlager. Dieses Jahr sollte es uns ins Brexbachtal bei Bendorf/Neuwied führen.
Nach einigen Problemen beim Packen - der Bus war schon voll, aber die Hälfte stand noch daneben - ging's dann
um 15.30 Uhr los.
Nach einer zweistündigen, wie immer lustigen Fahrt im Bus erreichten wir den Parkplatz unseres Lagerplatzes.
Dummerweise war unser Platz einer der letzten, und das hieß 15 Minuten Fußmarsch. Zum Glück wurde das Gepäck
mit einem Kleinbus voraus gefahren.
Als dann jeder seine Kohte aufgebaut hatte, was wegen drohendem Regen recht schnell ging, wurde auch schon
zum Abendessen gerufen. Traditionell am ersten Lagerabend: Kartoffelsuppe mit Würstchen. Danach wurden noch
einige Luftmatratzen aufgeblasen und dann ging's auch schon ins Bett.
Am Samstagmorgen wollte keiner so recht aufstehen. Draußen war es kalt und man hörte den Regen auf die
Kohtenplane trommeln. Aber man muss ja. Also, aufstehen, anziehen und zum Waschhaus laufen. Ich sag nur
eins: Nach der Dusche ist man hell wach!!! Da auf dem Lagerplatz das Wasser durch Solarenergie erhitzt wird,
bekommt man halt nur warmes Wasser bei Sonnenschein und wenn man früh genug da ist. Nach dem Schockerlebnis
(das eiskalte Wasser) gab's dann Frühstück. Es hatte pünktlich zum Essen aufgehört zu regnen doch beim
Abschluss fing es dann wieder an. Und es hörte bis wir ins Bett gegangen sind nicht mehr auf. Dem
entsprechend sah auch der Platz aus. Wo vorher noch Wiese war hatte sich nach zwei Stunden Regen ein
"Moor" gebildet. Man sank Knöcheltief in den Schlamm ein und wenn man nicht aufpasste konnte man
auch schon mal ausrutschen.
An diesem verregneten Samstag fand nur wenig Programm statt. Die meiste Zeit wurde damit verbracht in der
Kohte oder Jurte zu sitzen und was zu spielen oder sich am Feuer zu wärmen und zu trocknen. Nachmittags
konnten wir uns dann doch überwinden die Vorbereitungen für die Oscarverleihung am Sonntagabend anzufangen.
Unser Motto war nämlich Hollywood. Und da gehört die Verleihung von Oscars einfach dazu. Es wurden die
Oscars gebastelt, ein Walk of Fame errichtet und das Hollywoodlogo erbaut. Danach durfte sich jeder überm
Feuer Würstchen grillen. Und es wurde noch ein bisschen gesungen - Schuffi hatte seine Gitarre wieder dabei.
Manche konnten dabei leider nicht teilnehmen. Sie mussten einen Graben durch ihre Kohte machen, damit das
ganze Wasser ablaufen konnte. Für die Mäuschen war der Höhepunkt des Tages jedoch jetzt erst gekommen. Diese
wurden nämlich in einer sehr feierlichen Aufnahme als Pfadfinderinnen aufgenommen. Und dann war es wieder
einmal Zeit fürs Bett.
Am Sonntagmorgen fiel das Aufstehen schon etwas leichter. Die Sonne schien und es war relativ warm. Nach
einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns zum Lagergottesdienst, was ja an Pfingsten "Pflicht"
ist. Bis zum Mittagessen wurden dann nass gewordene Klamotten getrocknet uns wir bereiteten uns auf den
Pfadfinderlauf vor. Ganz nach dem Motto Hollywood musste man auf dem Lauf Stars erkennen, Filmmusik raten
und selbst auch in kleinen Filmszenen kreativ werden. Der Sonntagabend endete dann mit einer glamourösen
Oscarverleihung. Es gab Oscars in den Kategorien "bestes Team", "besondere Einzelleistung"
und noch vielen anderen.
Der Montag verlief eigentlich ganz ruhig mit Packen und Abbauen. Nachdem dann alles im Bus war gab es noch
ein letztes Mittagessen von unserem Starkoch Rainer und eine Meckerrunde bei der es, außer übers Wetter,
nichts zu meckern gab. Alle waren sich einig, wieder ein schönes Lager erlebt zu haben.
Gut Pfad euer Jonas
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